Alte Liebe

„Liebe“ heißt der neue Film des Meisterregisseurs Michael Haneke. In einer Art Kammerspiel zeigt er die Beziehung zwischen Anne und George, einem altgewordenen Paar. Nach einem Schlaganfall und einer mißlungenen Operation muß Anne im Rollstuhl sitzen und gepflegt werden. George nimmt das alles klaglos und würdevoll auf sich, auch als sich Annes Gesundheitszustand immer mehr verschlechtert – bis zu einem tragischen Ende, das hier nicht verraten werden soll.

Haneke wirft einen nüchternen, fast erbarmungslosen Blick auf das Alter. Anne und George wissen, daß sie nicht mehr viel Zeit haben, daß das Leben aus Körper und Geist verschwindet. So ist die Liebe, sagt Haneke provozierend mit dem Titel seines Films: selbstverständlich, respektvoll vor den Schwächen des anderen, auch dort wo es peinlich wird.

Ein bewegender, sehenswerter Film.

Weitere Posts zum Thema Alter: über die Alzheimerkrankheit, über Dichtung und Alter, über die Haltung der katholischen Kirche zum Alter und über den gleichfalls wunderbaren Film „Das kleine Zimmer“.

Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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