Glaubensschatz auf dem Marktplatz

karnaval

Liebe Närrinnen und Narren, die Predigt beim Zweiten Ökumenischen Gottesdienst für Narren in St.Stephan beschäftigte sich mit der berühmten Areopag-Rede des Paulus (Apg 17,23-28). Paulus steht auf dem Areopag in Athen und spricht zu den Athenern:

Ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr,er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.

Athen Fotograf: meph666

Athen Fotograf: meph666

Gereimt hört sich das ein wenig anders an:

Paulus versammelte Bürger und sprach dann sehr laut:

Ihr Männer von Athen, ich sehe, ihr habt viel gebaut:

Korinthische Säulen und ionische Friese, über die Maßen,

mamorne Götterbilder auf breiten Straßen,

dazu vor allem Altäre, Tempel und Heiligtümer,

ich bewundere euch, ihr seid ja die Eigentümer.

Bestätigen wird der größte Architekt:

die Säulen erhaben, die Linien perfekt.

Edle Einfalt, stille Größe,

beim Tempelbau gebt ihr euch keine Blöße.

Und das ist das Schöne und Gute,

ich sage das mit allem freien Mute.

Die wunderbar schöne Architektur

dient der Verehrung der Götter nur.

Ganz besonders aufgefallen

in euren vielen heil‘gen Hallen

ist mir ein kleiner Altar, mit unscheinbarer Inschrift,

die Platte geputzt, der Marmor überhaupt nicht versifft,

Die Inschrift besteht aus dem einzigen Satz,

der findet auf ewig in meinem Gedächtnis Platz:

„Dem unbekannten Gott“, ist in die Platte geprägt.

Das hat mich zum Weiterdenken angeregt.

Der gesamte Text der Predigt ist hier zu finden.

Karlsruhe meph666

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Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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