Namentlich erwähnt

Vollbildaufzeichnung 04.07.2013 110516

Die Menschen haben sich Hilfsmittel gebastelt, um den Namen nicht zu vergessen. Der Name steht auf dem Bändchen am Gelenk des kleinen Babies, auf der Brotdose für den Kindergarten, auf dem zerlesenen Schulheft, auf dem verdrückten Kinderpaß und auf dem Reiseausweis, auf der Tauf- und auf der Konfirmationsurkunde. Der Name steht auf dem Schulzeugnis und dem Gesellenbrief, auf dem Führerschein und auf der Steuererklärung, im Stammbuch und im Stammbaum, auf der Trauurkunde. Der Predigttext für den nächsten Sonntag, den 6.Sonntag nach Trinitatis fixiert den Namen in der Erinnerung Gottes:

„Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, dennich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Ich habe Ägypten für dich als Lösegeld gegeben, Kusch und Seba an deiner statt, weil du in meinen Augen so wert geachtet und auch herrlich bist und weil ich dich lieb habe. Ich gebe Menschen an deiner statt und Völker für dein Leben. So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln, ich will sagen zum Norden: Gib her!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde, alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe.“

Gott kennt die Namen der Menschen. Gerade weil er die Namen kennt, steht er zu seinen Verheißungen. Segen heißen diese Verheißungen, weil sie nicht Utopien sind, die sich erst in der Zukunft erfüllen. Sie erfüllen sich jetzt, in der Gegenwart, heute. Gott begleitet uns, jeden, den er mit Namen kennt, mit seiner Barmherzigkeit.

Der gesamte Text der Predigt ist hier zu lesen.

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Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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