Wo ist der Sonntag geblieben?

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In der Neuen Zürcher ein kurzer, unaufdringlicher Essay von David Albahari (Vom Verschwinden des Sonntags) über die Frage, wie sich der Sonntag in den letzten Jahrzehnten verändert hat und was damit verlorengegangen ist.

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Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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5 Antworten zu Wo ist der Sonntag geblieben?

  1. Danke für diese wahren Worte.
    Es ist alles eine Sache der WERT-igkeit und diese WERT-igkeit hat sich gewaltig verschoben.Immer schneller, immer weiter, immer höher, immer mehr, mehr von allem
    und doch bleibt Nichts, was Wahres und Wahrhaftiges wäre.
    Wer anders lebt wird belächelt, ja sogar bedauert. So unwissend sind manche Menschen.
    Danke für die Gnade dies ER-kennen zu dürfen.
    Mit Herz & Segen!
    M.M.

  2. IWe schreibt:

    Ich bin zwiespältig wenn ich diesen Artikel lese. Viele der Leute, die heute in den fünfzigern oder sechzigern sind, dürften sich an diese Sonntage, die ihre Kindheit geprägt haben, erinnern. Von der atmosphärischen Darstellung finde ich den Artikel sehr gelungen. Allerdings: Diese Sonntage hatten aus der Kindheitsperspektive auch viel Langweiliges und Statisches, waren mit viel „das-gehört-sich-nicht“s angefüllt.

    Dass sich die Sonntage und ihre Gestaltung so verändert haben, hat auch damit zu tun, daß eben auch noch andere Bedürfnisse da waren. Was an der Schilderung des Autors positiv rüberkommt (Verlangsamung, sich Zeit nehmen und gestalten, verweilen) ist doch im Schabbat enthalten. Da der jüdische Autor in Kanada lebt, wo es eine große jüdische Community gibt, hält ihn doch eigentlich nichts ab, das zu (be-)leben.

    • Wolfgang Vögele schreibt:

      Ich finde nicht, daß man sofort an Gottesdienste denken sollte. Mit dem Sonntag hat sich nicht nur religiös und theologisch etwas verändern, sondern kulturell. Darüber wollte der Autor schreiben, und es ist ja auch eher melancholisch resignierend als moralisch gemeint. An der Freiheit, seine Tage so zu verbringen wie man will, kommt niemand vorbei.

      • IWe schreibt:

        Da mir die Erfahrung von Sonntagsgottesdiensten fehlt, habe ich mich darauf gar nicht bezogen – sondern mehr auf allgemeine Sonntagsatmosphäre.

  3. wholelottarosie schreibt:

    Ich finde, dass die Sonntage mittlerweile lauter, trubeliger und geschäftiger sind als die Wochentage. Ich habe den Eindruck, dass für viele Menschen Freizeit Zeit ist, die perfekt gestaltet und bis zum Rand angefüllt werden muss, egal womit. Freizeit ist freie Zeit. Man kann sie auch für Ruhe und Stille nutzen.
    LG von Rosie

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