Osterkurzpredigt

Vollbildaufzeichnung 16.04.2014 142728

Die Predigt des Petrus (Apg 10,34-43), über die am Ostermontag geppredigt wird, ist sehr kurz:

„Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit (…): Er hat das Wort dem Volk Israel gesandt und Frieden verkündigt durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alle. Ihr wisst, was in ganz Judäa geschehen ist, angefangen von Galiläa nach der Taufe, die Johannes predigte, wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen für alles, was er getan hat im jüdischen Land und in Jerusalem. Den haben sie an das Holz gehängt und getötet. Den hat Gott auferweckt am dritten Tag und hat ihn erscheinen lassen, nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott vorher erwählten Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden war von den Toten. Und er hat uns geboten, dem Volk zu predigen und zu bezeugen, dass er von Gott bestimmt ist zum Richter der Lebenden und der Toten. Von diesem bezeugen alle Propheten, dass durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen.“

Meine Predigt darüber ist länger ausgefallen: In der Geschichte von Petrus und Cornelius bereitet der Heilige Geist alles vor, was die Menschen dann ausführen: die Reise nach Caesarea, die Missionspredigt, die abschließende Taufe. So muß man sich das Wirken des Heiligen Geistes in der Gegenwart vorstellen: Er bereitet die Menschen auf Glauben und Trost, auf Auferstehung und Reich Gottes vor. Das ist im übrigen keine Tätigkeit für eine geschlossene Gesellschaft von Glaubenden. Dieser Glaube an die Auferstehung sprengt mit Hilfe des Heiligen Geistes jede Milieugrenze. Am besten und angemessensten zeigt sich das im Abendmahl. Wir alle nehmen Brot und Wein unterschiedslos als begnadigte Sünder. Vor Gott und Jesus Christus sind alle Menschen gleich, gleich als Sünder und gleich als Gerechte, die trotzdem noch des Trostes bedürfen. Ostern ist Freude über die vergangene Auferstehung Jesu Christi. Auferstehung – das bedeutet Trost und Gnade in der Gegenwart.

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Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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Eine Antwort zu Osterkurzpredigt

  1. minibares schreibt:

    Gefällt mir gut. Bin gespannt auf die Predigt unseres Pfarrers in der Osternacht und am ersten Feiertag.
    Denn in die Osternacht gehen wir so gern, u.a. wegen der dunklen Kirche, in die so langsam das Licht des Osterfeuers getragen und weitergegeben wird.
    Kerzen habe wir schon dafür.
    Und am 1. Feiertag singen wir, also der Chor. Also nochmal in die Messe.
    Dafür schwänze ich dann am 2. Feiertag.

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