Gesten des Glaubens

Vollbildaufzeichnung 04.05.2016 075143

Manchmal sind Gesten wichtiger als Worte. Sie haften besser in der Erinnerung. Der Predigttext des nächsten Sonntags Exaudi beschäftigt sich mit dem Beten. Er steht Eph 3,14-21:

Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid. So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle. Dem aber, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Am Ende dieser Passage aus dem Epheserbrief steht jenes wunderbare Sehnsuchtswort: Gottesfülle. In diesem Wort Gottesfülle kommen der Vater, der Sohn und der Heilige Geist untrennbar zusammen. Gottesfülle ist Gottes Gegenwart, überall, in jedem unbeachteten Stein, in jedem Sonnenstrahl, in jeder Wolke, die heute über den Sonntagshimmel zieht, aber auch in jedem Menschen, der uns heute begegnet. Wohin wir uns auch wenden, in die Breite, Tiefe, Länge, Höhe, überall begegnen wir Gottes Ebenbildern, mit ihren Verletzungen und Schwächen, mit ihrer Eifersucht und ihren Fehlern, mit ihrer Würde und Verletzlichkeit.

Der gesamte Text der Predigt ist hier zu finden.

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Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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Eine Antwort zu Gesten des Glaubens

  1. minibares schreibt:

    Danke für diesen wertvollen Text. Leider schaffe ich es nicht in die Kirche.
    So tut mir dieser Text gut, danke
    Bärbel

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