Beifang. Folge XXV

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Autobiographie. Knausgard. Tagebuch: Mit dem norwegischen Schriftsteller Karl Ove Knausgard und dem großen Erfolg seiner autobiographischen Bände, die im Original unter dem Titel „Mein Kampf“ erscheinen, ist auch das autobiographische Erzählen, eine neue Art von Unmittelbarkeit, wieder Mode geworden. Dieser Essay von Andreas Breitenstein stellt die Frage, ob das wirklich noch zeitgemäß ist. Sein Fazit:

Vielleicht spiegelt Knausgårds kühne Ästhetik der Mutlosigkeit ja exemplarisch die Misere unserer biedermeierlichen Epoche, der nicht nur der Himmel, sondern auch die Zukunft verschlossen ist. Wo es einem am besten geht, wenn man sich «wohl fühlt», wird Andersheit nicht als Utopie, sondern als Zumutung empfunden. Es fehlt die Bereitschaft zur Neugier und zur Phantasie, zur Frustration und zur Anstrengung, sich auf etwas einzulassen, was sperrig ist und weh tut.

Musik: Philosophie: Roger Scruton denkt über das Verhältnis von Philosophie und Musik nach.

Lesen: Digitales Zeitalter: Wer im Internet surft, muß nicht mehr lesen, der kann sich nur noch Bilder und Filmchen anschauen? Das ist ein Irrtum. Aber das digitale Zeitaler verändert den Charakter von Lesen und Schreiben. Das zeigt Paul La Farge in diesem Text.

Photographie: Wenn alle fotografieren, inwiefern ist Photographie dann noch eine Kunst? Darüber schreibt Barry Schwabsky:

We amateurs commonly speak of “taking a picture.” Those who practice photography more seriously used to grumble, “I don’t take pictures— I make them.”

Goethe: Adam Kirsch schreibt über die Rezeption Goethes im englischsprachigen Raum.

Dath: Religion: Leider bin ich tot: Der FAZ-Redakteur Dietmar Dath hat einen Roman über Religion geschrieben. In diesem Interview erklärt er sein Verhältnis zu Religionen und theologischen Fragen. Mich hat der Roman trotzdem nicht überzeugt.

 

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Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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