Beifang. Folge XXVII

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Garth Risk Hallberg. City on Fire: Tobias Rüther rezensiert Garth Risk Hallbergs Roman „City on Fire“.

Theologische Fakultäten: In den USA passen sich die Theology Schools und die Departments of Religion an die Bedürfnisse der Studierenden an. Inhalte treten immer weiter zurück, statt dessen kommt es auf „Dialogfähigkeit“ an:

Instead, the classes are intended to “develop capacities for compassionate leadership,” according to its mission statement. The idea behind the classes is that in a multicultural society such as ours, the right habits and tools matter more than specific knowledge, which is something that can be acquired elsewhere.

Ein Artikel in der New York Times bewertet die neuen Entwicklungen.

Knausgard: Romantheorie: Nicholas Dames schreibt über Karl Ove Knausgard und darüber, wie er die Romantheorie in Richtung des Monologischen verändert hat, zu einer „ficion of solitude“.

Erbe: Testament: Jochen Hörisch schreibt sehr interessant über Vererben und Testamente:

Zum eigentümlichen Zauber eines profanen Testaments gehört es, dass ihm eine sakrale Dimension erhalten bleibt. Der Verstorbene ist, wenn er etwas zu vererben hat, nicht ganz tot; er hat noch etwas zu sagen. Das Vermögen des Erblassers ist das Vermögen eines Erblassten; es verleiht dem Verstorbenen die eigentümliche Aura desjenigen, der noch aus dem Grab heraus etwas vermag, der also über das Vermögen verfügt, Entscheidendes kundzutun.

Dante: Joseph Luzzi schreibt über die Lektüre Dantes im 21.Jahrhundert:

And that’s the miracle of Dante: somehow his writing still makes sense seven centuries after it was conceived, so long as we manage to read slowly, between, behind, and around what he called his versi strani, strange verses.

Literatur: Theologie. Theologie kann von der Literatur lernen – und umgekehrt. So sieht es Jan Heiner Tück:

Der sensible Umgang mit Sprache, der sich in der Literatur findet, kann für die Theologie ein Anstoss sein, an der sprachlichen Vermittlung ihrer Sinngehalte neu zu feilen, ohne die Differenz zwischen poetischer Erzähl- und argumentativer Reflexionssprache einfach einzuebnen. Zugleich hat die Theologie im Gespräch mit der Gegenwartsliteratur auch Eigenes einzubringen. Wo Literatur Züge von Religionsersatz annimmt und Dichter eine weihevolle Aura um sich verbreiten, wird sie ein warnendes Fragezeichen anbringen müssen.

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Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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