Einfach glauben

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Der Predigttext für den nächsten Sonntag, den 17. nach Trinitatis, steht im Römerbrief, und er ist ein Dialog, ein Gespräch über den Glauben (Röm 10,9-18):

„Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. Denn die Schrift spricht (Jes 28,16): »Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Denn »wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden« (Joel 3,5). Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht (Jes 52,7): »Wie lieblich sind die Füße der Freudenboten, die das Gute verkündigen!« Aber nicht alle sind dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht (Jes 53,1): »Herr, wer glaubt unserm Predigen?« So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi. Ich frage aber: Haben sie es nicht gehört? Doch, es ist ja »in alle Lande ausgegangen ihr Schall und ihr Wort bis an die Enden der Welt« (Ps 19,5).“

Glaube, der zu Herzen gehen soll, ist nicht beschränkt auf das Verhältnis zwischen Gott und dem Beter. Darüber hinaus braucht er die Gemeinschaft der Gemeinde, und deswegen braucht es den Gottesdienst, mit gemeinsamem Singen, den Lesungen der Bibel und auch mit einer Predigt, die einen Bibeltext wie heute das zehnte Kapitel des Römerbriefs auslegt. Eine Predigt versucht wie der Brief des Paulus, ein Gespräch über den Glauben zu führen. Sie ist der Versuch, die Aufmerksamkeit auf den Gott zu lenken, der sich dem Volk Israel und dann der Christenheit in Gnade zugewandt hat und weiter zuwendet. Der Glaube im Herzen gilt dem Jesus Christus, in dem Gott Mensch geworden ist. Ganz einfach.

Der gesamte Text der Predigt findet sich hier.

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Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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Eine Antwort zu Einfach glauben

  1. nurbanales schreibt:

    Ohne den Glauben, würde ich meine Krankheit nicht ertragen. So weiß ich, dass ich sie nicht alleine trage, nicht alleine gehe. Vor allem weiß ich, wo ich mal hingehen werde.
    LG

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