Beifang. Folge XXVIII

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Realismus: Konstruktivismus: Konstruktivismus ist out, Realismus ist in. Dafür sprechen viele gute Gründe. Ich habe schon häufiger auf entsprechende Artikel hingewiesen. Mit dem Thema hat sich nun auch Hans Ulrich Gumbrecht in einem kleinen Essay beschäftigt.

Jacob Neusner: Der amerikanische Wissenschaftler Jacob Neusner hat viel geschrieben wie kaum ein anderer. Er hat wichtige Werke für den jüdisch-christlichen Dialog vorgelegt. Shaul Magid porträtiert ihn.

Elena Ferrante: Die italienische Autorin ist mittlerweile „enttarnt“. Die Umstände, welche die „Enttarnung“ begleiteten, fand ich einigermaßen abstoßend. Diese Rezension stellt den ersten Teil der Tetralogie „Eine geniale Freundin“ vor. Ich habe den Band auch gelesen und fand ihn sehr überzeugend.

Herman Melville: Moby Dick: Über die eigenen Lieblingsromane kann man nie genug erfahren. Alexander Kluge spricht im Interview über den weißen Wal.

Kirche: Moderne: Reformierte Kirche: Ein Schweizer Pfarrer zieht nach vielen Amtsjahren bei seiner Pensionierung ein Resumee. Und er gibt der reformierten Kirche in der Schweiz die folgenden Empfehlungen:

Der heutige Moralismus ist nicht besser als der mittelalterliche, und die Kirche hätte die Aufgabe, vom Evangelium her Gegensteuer zu geben. Dazu fehlt ihr jedoch die innere Freiheit. Der Schrumpfungsprozess schüchtert sie ein. Wenn schon kleiner, dann auch homogener. In der Kirche – auch in der römisch-katholischen – herrscht viel Harmonie und wenig Binnenpluralität. Der Sozialstaat hat uns dazu erzogen, Nächstenliebe zu delegieren und dem anonymen Dritten die Aufgabe des Retters in allen möglichen Nöten zuzutrauen. Dagegen müsste sich die Kirche, ihrer Mission entsprechend, eigentlich erheben.

Photographie: Internet: Selfie: Instagram: Jacob Mikanowski schreibt über das Photographieren mit dem Smartphone. Vor allem der Alltag wird dargestellt. Für die meisten Menschen ist nichts so interessant wie ihr tägliches Leben:

Nothing, not even the internet, has had a better career these past twenty years than the everyday. On television and in social media celebrities shorn of talent or responsibility serve as our avatars of ordinariness. The greatest source of fascination in our daily lives isn’t art or politics or faith, but the lives of the people around us, and those of people we’ve never met. Call it the Great Disintermediation. It started with the Renaissance and the Dutch Golden Age. And it continues to this day, on 200 million screens and 70 billion snapshots a year.

Quod esset demonstrandum.

Christliche Intellektuelle: USA: Wahlkampf: Alan Jacobs fragt sich, wieso im gegenwärtigen amerikanischen Wahlkampf, anders als früher, die christlichen Intellektuellen keine Rolle mehr spielen. Auf deutsch geht einem der Ausdruck „christliche Intellektuelle“ ja nur schwer über die Tastatur.

 

Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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