Innehalten

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Der griechische Gott Janus schaut gleichzeitig in zwei Richtungen, in die Gegenwart und in die Vergangenheit. Am Altjahresabend ist die römische Mythologie auch in einer Predigt gut zu gebrauchen.

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Für den Predigttext selbst greife ich aber doch lieber auf Jes 30,15-17 zurück:

„Denn so spricht Gott der Herr, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein. Aber ihr habt nicht gewollt und spracht: »Nein, sondern auf Rossen wollen wir dahinfliegen«, – darum werdet ihr dahinfliehen, »und auf Rennern wollen wir reiten«, – darum werden euch eure Verfolger überrennen. Denn tausend werden fliehen vor eines Einzigen Drohen, ihr alle vor dem Drohen von fünfen, bis ihr übrig bleibt wie ein Mast oben auf einem Berge und wie ein Banner auf einem Hügel.“

Wer still wird, nimmt sich aus den komplexen und unverständlichen Wirkungsketten des Lebens heraus. Er hält für einen Moment inne, um zuerst ins Nachdenken und dann zum Glauben zu kommen. Stille bedeutet auf keinen Fall, einfach damit aufzuhören, in der Welt etwas zu tun. Das wäre eine Haltung der Resignation und auch der Verweigerung. Für den Glaube bedeutet Stille: Innehalten, Nachdenken und Beten.

Der gesamte Text der Predigt ist hier zu finden.

 

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Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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