Licht kommt aus Nazareth

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Siehe, das neue Jahr hat begonnen, aber das alte Jahr ist geblieben. Die schlechten Gewohnheiten, die durch gute Vorsätze beseitigt werden sollten, haben ihre alte Macht halbwegs wieder hergestellt. Politische Mehrheitsverhältnisse oder das Bruttosozialprodukt verändern sich nicht von Dezember bis Januar. Das neue Jahr bleibt doch das alte, und winzige Veränderungen zum Besseren sind oft nur mit Lupe und Richtmikrophon wahrzunehmen. Es ist unendlich schwer, aus dem betonierten Tunnel der Gewohnheiten auszubrechen und im Leben einen neuen Kurs einzurichten. Darüber lohnt es sich nachzudenken, anhand des Predigttextes für den 1.Sonntag nach Epiphanias in Mt 4, 12-17:

Da nun Jesus hörte, dass Johannes gefangen gesetzt worden war, zog er sich nach Galiläa zurück. Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am Galiläischen Meer liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali, auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jesaja 8,23; 9,1): »Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das Galiläa der Heiden, das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen im Land und Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.« Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

Das Reich Gott blieb für Johannes den Täufer eine Hoffnung, die noch in der Zukunft liegt. Und genau das überbietet Jesus von Nazareth in seiner Predigt. Sie besitzt zwar denselben Wortlaut wie die Predigt des Johannes. Aber in Jesus von Nazareth ist dieses Reich Gottes Gestalt geworden. Die Nähe des Reiches Gottes erklärt sich durch die Nähe der Person, die da spricht.

Der ganze Text der Predigt ist hier nachzulesen.

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Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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