Saatgut

samensaat

Gärtnern und Glauben gehören zusammen. Die Reformation hat angefangen mit ein paar Samenkörnern und Grashalmen, aus denen eine große Bewegung des Glaubens gewachsen ist. Aber der Predigttext für den Sonntag Sexagesimae fängt im Nahbereich an, in der Natur (Mk 9,26-29):

„Und [Jesus] sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und steht auf, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst – er weiß nicht wie. Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht reif ist, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.“

Das Reich Gottes wächst ohne Zutun des Menschen. Niemand muß sich als Supergärtner des Gemeindewachstums aufspielen. Wir sind nicht die Gartenbauarchitekten der Gemeinde und nicht die Psychologen, die verzweifelt an der eigenen Frömmigkeit herumschrauben. Glaubenswachstum geschieht, aber eben nicht aus eigener Kraft und Anstrengung. Darum gehören Geduld und Beharrlichkeit zu den wichtigsten Eigenschaften des Glaubens, obwohl sie gar nicht allzu viel Aktivität erfordern. Niemand muß sich den Leistungszwängen religiösen Wettbewerbs unterwerfen.

Der vollständige Text der Predigt findet sich hier.

 

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Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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