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Der Predigttext für den 8.Sonntag nach Trinitatis steht in Joh 9,1-7:

„Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden und sprach zu ihm: Geh zu dem Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.“

Wenn ich einen Menschen daraufhin anschaue, ob er mir Schlechtes tut oder Gutes, ob er mich geärgert hat oder ob er zu mir freundlich war, dann mache ich mich selbst zum Maßstab der Einschätzung anderer. Wenn ich aber einen Menschen daraufhin anschaue, wie an ihm Gottes Werke offenbar werden, dann schaue ich ihn an unter dem Blickwinkel der großen Verheißungen Gottes, seines Segens und seiner Barmherzigkeit an. Aus diesem Blickwinkel sehe ich ihn anders als zuvor. Er macht mich frei von den blinden Flecken meiner eigenen Interessen.

Der gesamte Text der Predigt ist hier zu finden.

Über Wolfgang Vögele

evangelischer Theologe, Karlsruhe
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