Kloster Loccum

Im Jahr 2013 wird das Kloster Loccum in der Nähe von Hannover 850 Jahre alt. Auf dem Weg dorthin steht nun jeden Tag eine kurze Erinnerung an Loccum auf der website des Klosters. Ich habe zwischen 1997 und 2003 sehr schöne Jahre in Loccum verbracht und  folgendes geschrieben:

Unvollständiges Loblied auf das Kloster Loccum

Gern habe ich in der Nähe des Klosters gelebt.
Schutz aus alter Kraft gewachsen.
Ich mußte lernen, daß es evangelische Äbte und Konventuale gibt.
Mir gefielen die alten Mauern, der Dachreiter, das Taufbecken von  Abt Stracke.
Ich las nach über die Zisterzienser als europäische Frömmigkeitsbewegung.
Ihre Klöster kannte ich aus Burgund, der Provence und Württemberg: Fontenay, Senanque, Bebenhausen.
Der Abt sagte: Loccum ist das Zion der Landeskirche.
Für einen Badener mit dem Schwarzwald in der Nähe ist das ein sehr flaches Verständnis von einem Berg.
Kommt man von Hannover nach Loccum zurück, sieht man als erstes den Dachreiter. Heimat.
Mir gefielen auch die Glocken, die vom Dachreiter läuteten. Sie gaben dem Tag eine Ordnung, zwischen Morgen- und Abendgebet.
Ich komme heute noch gerne vorbei!

Die übrigen Beiträge finden sich hier.

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Pfarrer und Präsidenten II

In der Süddeutschen Zeitung von heute stehen zwei Artikel zum angeschnittenen Thema, dem  moralischen Einfluß des Protestantismus auf die politische Bundesrepublik. Beide Artikel, der eine von Gustav Seibt, der andere von Eckart Conze sind leider nicht freigeschaltet. Gustav Seibt schreibt:

“Das Amtscharisma des evangelischen Pfarrers wiegt leichter als das seines katholischen Kollegen, der vorrangig Verwalter von Sakramenten ist. Der evangelische Pfarrer ist eben vor allem Prediger, also Redner.”

Danach wäre der Bundespräsident ein Prediger der Demokratie, sozusagen der Gemeindepfarrer des politischen Berlin, der sine vi, sed verbo die Republik rhetorisch und homiletisch zusammenhält. In Schloß Bellevue stünde dann das Rednerpult bzw. die Kanzel der demokratischen Zivilreligion. Was aber heißt das für die Prediger, die auf der “richtigen” Kanzel stehen?

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Pfarrer und Präsidenten

Viele haben bemerkt, daß sich unter den Kandidatennamen für das Bundespräsidentenamt eine ganze Reihe von Namen evangelischer Theologinnen und Theologen befanden. Das wäre nicht weiter der Erwähnung wert, wenn es sich nicht mit einer unsäglichen Rechthaberei verbinden würde – so als müßte die Demokratie nun an einem sehr rechthaberischen, sehr preußischen Protestantismus genesen. In einem lesenswerten Leitartikel der WELT von Ulf Poschardt heißt es:

Im Lande Luthers verdampft die Kirche, auch die protestantische, weiter, aber ihre moraline Essenz erscheint populärer denn je. Sie droht zum neuen Bindeglied einer sich ausdifferenzierenden Gesellschaft zu werden. Die Moral müsse für alle gleich gelten, auch wenn Verantwortung denkbar unterschiedlich verteilt wird. Das für den Rechtsstaat existenzielle Diktum, dass vor dem Gesetz alle gleich sind, wird ausgeweitet auf das weite und ziemlich hügelige Feld der Moral, wo die Maßstäbe gerne nicht nur aus Neid und Missgunst verrutschen. Das urindividuelle Gewissen soll vergemeinschaftet werden: Wer in der Öffentlichkeit steht, kann die eigene, auch private Fehlbarkeit nicht mehr als vom Amt getrennt für sich behalten.

Man sollte das Kind nicht mit dem Bade ausschütten: Poschardt neigt leider dazu, Moral und Moralismus zu identifizieren – und den von ihm beargwöhnten Protestantismus gleich mit dazu. Trotzdem trifft sein Argument einen richtigen und wichtigen Punkt. Man sollte einen Protestantismus kultivieren, dessen primäres Kennzeichen nicht die Tugendwächterei ist. Man denke zum Beispiel daran, wie der auferstandene Jesus dem dreimaligen Verräter Petrus wiederum dreimal seine Liebe anträgt (Joh 21,15-19). Das ist eine christlichere Form der Vergebung.

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Närrische Seniorenkampagne II

Weitere Bilder vom karnevalistischen Seniorennachmittag.

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Nicht riechen!

Der Predigttext des kommenden Sonntags spart nicht mit Kritik – an den Gottesdiensten selbst. Er steht beim Propheten Amos 5,21-24:

Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich kein Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen. Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören! Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

Hier finden sich einige Hinweise, wie der Predigttext mit Konfirmanden zu bearbeiten wäre.

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Närrische Seniorenkampagne I

Bilder vom karnevalistischen Seniorennachmittag, veranstaltet zusammen mit dem Festkomitee Karlsruher Fastnacht und deren Präsidenten Jürgen Olm.

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Flüchtiger Augenblick

Den Augenblick suchen. Das ist das Faszinierende an der Fotografie, daß sie den Blick schärft für kurze Momente, für neue Perspektiven. Fotografie ändert Sichtweisen. Und daran sind viele Menschen interessiert. Deswegen laden wir, gemeinsam mit der Evangelischen Erwachsenenbildung zu einem neuen Forum ein:

Fixiert im flüchtigen Augenblick

Dieses Forum ermöglicht, sich mit fotografisch ins Bild gesetzten Themen auseinander zu setzen: Den eigenen Blick schulen. Beschreiben, was zu sehen ist. Blickwinkel und Sichtweisen entwickeln. Die Spannung eigener Themen mit der Kamera auf den Punkt bringen. Technik spielt dabei keine Rolle.
Die Gruppe nimmt wahr, bespricht, erarbeitet Perspektiven, verabredet sich. Etwa alle zwei Monate soll es ein weiteres Forum geben.
Zum „Klick-Off-Termin“ steuern Sie bitte ein von Ihnen fotografiertes Bild bei, mit dem Sie ein Thema verbinden. Das Bild soll auf Papier vorliegen, Mindestgröße DIN A 4.

Bernd Masling, Pfr. Dr. Wolfgang Vögele, Joachim Faber

Termin: 22.Februar 19.00 Uhr

Evangelische Erwachsenenbildung, Reinhold-Frank-Str. 48, Karlsruhe,
KVV Haltestelle Mühlburger Tor
10 Teilnahmeplätze
Infotelefon 0721 82467310

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