Paris en avril II – Musée d’Orsay

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Farbenlehre des Glaubens

Der Predigttext für den Sonntag Kantate (15.5.2022) stammt aus dem Kolosserbrief (Kol 3,12-17):

„So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“

Ostern, der neue Glaube gibt der Welt neue Farben, die niemand zuvor gesehen hat. Der Brief an die Gemeinde von Kolossae leitet zu einem Blickwechsel an. Wer abends die Nachrichten hört und am Morgen die Zeitung überfliegt, dem präsentiert sich eine Welt, die gelähmt ist von den völkerrechtswidrigen Angriffen der Russen in der Ukraine, von einer globalen Umweltkatastrophe und von der wachsenden Unfähigkeit der Menschen, ihre drängenden Probleme mit klarem Verstand zu lösen.

Wer glaubt, der fängt an, auf Konflikte und Reibungen einen anderen Blick zu werfen und neue Perspektiven zu gewinnen. Der Blick von Ostern läßt neue Farben entdecken. Im Licht der Auferstehung verändert sich der ganze Kosmos. Glaube bedeutet neue Farben und Klangfarben, neue Blickwinkel, neue Melodien, neue Energie, um die Probleme der Welt anzugehen. Oder wie es in dem Psalm heißt, der diesem Sonntag Kantate den Namen gegeben hat: „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.“ (Ps 98,1)

Der gesamte Text der Predigt ist hier zu lesen.

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Paris en avril I – Parc Monceau

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Lichtblicke hinter den Urknall

Angesichts der gegenwärtigen Weltlage mag es schwerfallen, am nächsten Sonntag Jubilate (8.5.2022) in lauten Jubel auszubrechen. Der Predigttext geht zurück an den Anfang der Schöpfung und an den Anfang der Bibel (Gen 1,1-4). Manchmal tut es gut, sich zu erinnern, daß diese Erde zu anderen Zwecken geschaffen wurde als für Krieg, Leid und Not:

„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war.“

Am Anfang sind Tohuwabohu und Gottes Geist getrennt. Dunkelheit herrscht. Dann kommt das Licht. Und die Schöpfung beginnt, wie sie die Priesterautoren erzählen. Gott schafft eine Ordnung, Wasser und Land, Tage und Nächte, Himmel und Erde, Pflanzen und Tieren und Menschen. Licht macht diese gute Ordnung sichtbar und nachvollziehbar. Am Anfang entscheidet sich alles. Am Anfang stellt Gott die Weichen auf Liebe.

Der gesamte Text der Predigt ist hier zu lesen.

Das Thema Licht hat mich zweimal beschäftigt, einmal in einem Aufsatz über das Verhältnis von Fotografie und Theologie, das zweite Mal in einem Aufsatz über die genannte Kapelle von Matisse in Vence. Leider sind nur Fotos von außen möglich (hier von der Kapelle und hier vom Ort Vence), während es untersagt ist, innen zu fotografieren. Eine Google-Bildersuche liefert trotzdem die entsprechenden Ergebnisse.

Wolfgang Vögele, Raum in der kleinsten Kapelle. Über den Maler Henri Matisse, seine ungläubige Theologie und die Ästhetik der Vereinfachung, tà katoptrizómena, Heft 121, Dezember 2019

ders., Lichtblicke. Mutmaßungen über die Ontologie der Oberflächen. Reflexionen über das Verhältnis von Fotografie und Theologie, tà katoptrizómena, H.6, Nr. 134, September 2021

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Zürich V

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Kunstführung: Der barmherzige Samariter

Die Kunsthalle Karlsruhe ist im Moment leider wegen Renovierung geschlossen. Trotzdem finden die Führungen der Reihe „Kunst und Kirche“ weiter statt, bis auf weiteres online. Die nächste Führung am 1.Mai 2022 gilt einem Bild des Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer (1807-1863). Er hat eine Serie von Tagzeitenbildern gemalt und darin Szenen aus dem bekannten Gleichnis vom barmherzigen Samariter dargestellt (Lk 10,25-37)

„Und siehe, da stand ein Gesetzeslehrer auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? 26Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? 27Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18). 28Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben. 29Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster? 30Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen. 31Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah,
ging er vorüber. 32Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. 33Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte es ihn; 34und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. 35Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? 37Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!“

Herzliche Einladung zu dieser Online-Führung:

Termin: Sonntag, 1.5.2022, 15.30-16.30 Uhr

Anmeldung unter diesem Link. Sie erhalten dann den Zugangscode per Mail.

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Zürich IV

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Zürich III

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Zürich II

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Zürich I

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